Eiger Bike Challenge 2011 - so war's

Die Eiger Bike Challenge 2011 ist Geschichte. Und eins gleich vorne weg: ich habe mein Ziel, die 55 km und 2500 hm unter 5 Stunden zurückzulegen nicht geschafft, sch... nochmal!

Aber alles von Anfang an. Die Wetterprognosen für den Renntag waren hervorragend und gestern morgen herrschten dann auch optimale Bike-Verhältnisse. Um 08:15 Uhr dann der Start. Ich merkte bereits früh, dass meine Beine irgendwie nicht richtig drehen wollten; hätte ich die 70 km-Tour vom Donnerstag, welche ich ja recht locker gefahren, wohl doch bleiben lassen sollen??? Irgendwie fand ich im Aufstieg zur Grossen Scheidegg einfach den Rhythmus nicht. Auf der Grossen Scheidegg, nach rund 1.5 Stunden, angekommen gings dann weiter zur First, dem höchsten Punkt der 55 km-Strecke, welche ich nach weiteren rund 30 Minuten Fahrt erreichte. Nun lief es mir bereits besser, auch die Beine wollten wieder ein bisschen besser. Nach der steilen Abfahrt zum Bort folgte der stetig ansteigende Trail zur Bussalp (der Sieger der 55 km-Strecke, Konny Looser, war nun bereits seit ca. 10 Minuten im Ziel!!). Hier hatte ich dann endlich meinen Rhythmus gefunden und konnte diesen eigentlich bis zum Asphalt-Strässchen, welches mich ein zweites Mal zum Bort brachte durchziehen. Anfangs konnte ich den wirklich steilen Anstieg noch fahren, musste dann aber infolge von leichten Krämpfen im rechten Oberschenkel klein beigeben und mich zu Fuss hochk(r)ämpfen; natürlich wurden die Krämpfe nicht schwächer, im Gegenteil, im lingen Oberschenkel juckte es auch bereits. Aber es musste weitergehen. Oberhalb von Bort begann dann die Schlussstrecke zurück nach Grindelwald, zum Hotel Wetterhorn und am Marmorbruch vorbei nach Grund, alles gespickt mit ein, zwei kleineren Gegenanstiegen. Der Schlussanstieg von Grund zum Bärplatz entlockte dem Körper dann noch die letzten Reserven. Von Bort bis ins Ziel hatten sich meine Beine wieder grösstenteils erholt und ich konnte beschwerdefrei in die Pedale treten und sogar den einen oder andern Fahrer ein- und überholen.

Wo habe ich nun am meisten Zeit eingebüsst? Evtl. bei der Verpflegung? - Jein, vielleicht ein paar Minütchen hätte ich wenigerlang "rumstehen" können.  Beim "Mutzeli geh" und "Drücki mache" mit meiner kleinen Tochter und meiner Frau, bei der Vorbeifahrt am Hotel und bei der Ankunft auf Bort? - ganz klar NEIN!! Es muss also doch daran gelegen sein, dass ich ganz einfach zu langsam gefahren bin, insbesondere in den Aufstiegen. Aber ich habe ja jetzt wieder ein ganzes Jahr Zeit und die Möglichkeit an meiner Kraftausdauer am Berg zu arbeiten. Am Eiger Bike werde ich auf jeden Fall wieder dabei sein, mit dem selben Ziel wie in diesem Jahr, nota bene. :-)

 

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